Zum Inhalt springen

Aktuelles aus dem Erbrecht

Der letzte und der vorletzte Wille

Der Mensch wird älter, gewinnt an Alter und Erfahrung. Familien werden gegründet, Vermögen wird gebildet, meist mit hohem Aufwand.


Was geschieht, wenn man schwer krank oder geschäftsunfähig wird?

Ist man am Leben, aber nicht mehr geschäftsfähig, bedarf es zwingend einer Vorsorgevollmacht, will man durch eine Person seines Vertrauens vertreten sein.

Hat man nicht daran gedacht, eine Vertrauensperson zu beauftragen, wird durch das Vormundschaftsgericht eine Betreuung veranlasst. Somit wird eine Person bestimmt, die nicht aus dem Familienkreis stammt. Solange man geschäftsfähig ist, kann man diese Person jedoch selbst bestimmen.

Weder der Ehegatte noch die Kinder werden automatisch vertretungsberechtigt!

Diese Vorsorgevollmacht sollte zur Erhöhung der eigenen rechtlichen Sicherheit von einem Notar gefertigt werden, da lediglich diese Vollmachten absolut verlässlich sind.

Privat gefertigte Vollmachten beinhalten nicht nur das Risiko, dass sie unwirksam sind, sondern dass sie z.B. für Grundstücksgeschäfte nicht gelten. Mit dieser Vollmacht kann auch geregelt werden, dass sie über den eigenen Tod hinaus wirksam bleibt. Dies vermeidet den ansonsten drohenden und langen Stillstand über die Verteilung des Nachlassvermögens in der Zeit zwischen Tod und Testamentseröffnung und/oder Erbscheinserteilung. Hier vergehen schnell Monate, in denen nichts geschieht.

Dies alles kann durch eine notariell gefertigte Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung vermieden werden. Bei einem Vermögen des Urkundsbeteiligten in Höhe von 150.000,00 € beziffern sich die Kosten für die Beurkundung der Vollmacht bei einem Notar auf ca. 350,00 € inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer.